Presse-Echo

 

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Artikel im Kurier, am 17. Juni 2010


 

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christa_paul"Die Situation ist schlimm"
Christa uns Paul Fennes sind seit 20 Jahren für Aidwsaisen im Einsatz.

Vor 20 Jahren haben Christa und Paul Fennes in Simbabwe das Aidsdorf „Mother of Peace“ gegründet.

Deutschkreutz (EP) – „Eigentlich klappt in diesem Land gar nichts mehr“, ist Paul Fennes erschüttert. Er und Gattin Christa sind vor kurzem aus Mutoko/Simbabwe zurückgekehrt, wo sie in dem von ihnen gegründeten Kinderdorf „Mother of Peace“ seit 20 Jahren Waisenkindern das Überleben sichern.

Selbstversorger
Viel haben die Helfer aus Österreich in dieser Zeit mit Spendengeldern zustande gebracht: Neben 15 Wohnhäusern, einer Bäckerei und einer Schule sind eine Hühner- und Schweinefarm in dem kleinen Dorf entstanden. Fennes: „Das Schweineprojekt läuft sehr gut, den Stall hat zum Beispiel die österrei-chische Botschaft bezahlt.“ 60 Hektar Farmland werden von den Arbeitern bewirtschaftet, angebaut werden Mais, Bohnen, Weizen und Gemüse. Die 134 Kinder und die Erwachsenen – darunter Lehrer und Arbeiter – sind so quasi Selbstversorger. Wichtig in einem Land, wo die Inflation unglaubliche 230 Millionen Prozent beträgt und es Strom, wenn überhaupt, nur stundenweise gibt. Dem nicht genug, wütet in dem land seit kurzem die Cholera. „Ein Laib Brot kostet aktuell einen US Dollar“, erzählt Fennes. Zum Vergleich: Einheimischer verdient im Monat etwa vier bis fünf US Dollar. „Die Lebensmittel sind für die Menschen unerschwinglich geworden. Und das in der ehemaligen Kornkammer Afrikas.“ Zu verdanken hat dies die Bevölkerung dem früheren Hoffnungsträger Simbabwes und jetzigen Diktator Robert Mugabe, der das Land durch seine Politik den Ruin getrieben hat.

generatorNeuer Generator
Neueste Errungenschaft für das Dorf ist ein Generator, den Christa und Paul Fennes bei ihrem letzten Besuch aufgebaut habe. 50.000 Euro Spendengelder hatte das Ehepaar im Gepäck, die Summe wurde in den Generator, einen Pick up, einen Anhänger für den Treibstoff und in 3,5 Tonnen Diesel investiert. Als eine Insel der Seligen sehen die Einheimischen das Aidsdorf. „Oft kommen Leute von außerhalb, die unsere Hilfe benötigen. Wir versorgen sie so gut es geht in einer Ambulanz oder geben ihnen für ein paar Tage Essen mit. Leider können wir nicht alle Hilfesuchenden aufnehmen“, erzählt Christa Fennes.

lkwpickup

Garantierte Wasserversorgung
Als nächstes soll im Dorf ein Brunnen gegraben werden. Damit sei wenigstens die Wasserversorgung garantiert. „Demnächst geht ein Container mit dem Equipment für den Brunnen nach Simbabwe“, freut sich Fennes. Auch Sachspenden für die Schule, Fliesen, Armaturen oder Nähmaschinen werden dabei sein. Ihrem Traum, ganz nach Simbabwe zu ihren Kindern zu gehen, hat das Ehepaar zurzeit ad acta gelegt. „Zur zeit ist es fast unmöglich in diesem Land zu leben, wir wissen gar nicht, wann wir das nächste Mal hinfahren können“, sagt Paul Fennes. Ehefrau Christa fügt hinzu: „Vor 10 Jahren wären wir sofort geblieben. Jetzt ist die Situation einfach nur schlimm.“

Bezirksblatt Oberpullendorf, 17. Jänner 2009

 

Deutschkreutzer helfen in Simbabwe

„Sie wollen ihre Kinder abgeben“

Familie Fennes sichert Waisen in Kinderdorf das Überleben. Vor Kurzem ist das Ehepaar aus Afrika zurückgekehrt. (von Claudia Koglbauer)

Seit Monaten haben Paul und Christa Fennes aus Deutschkreutz (Bez. Oberpullendorf) gehofft. Gehofft, zu „ihren Kindern“ nach Simbabwe fliegen zu können. Sie haben es geschafft. Vor Kurzem sind die beiden in ihre Heimatgemeinde zurückgekehrt.
„Wir haben schon geahnt, was uns erwartet. Aber es war schrecklicher, als wir befürchtet hatten“, sagt Christa Fennes im Gespräch mit dem Kurier.
Seit zwanzig Jahren sichern Christa und Paul Fennes Waisenkindern im Kinderdorf „Mother of Peace“ in Mutoko – 160 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Harare – das Überleben. Neben Wohnhäusern und einer Schule haben sie auch eine Bäckerei, eine Hühner- und Schweinefarm in dem kleinen Dorf eingerichtet. Die Projekte konnten dank Spendengelder und dem Engagement von Familie Fennes realisiert werden.generator
Neuste Errungenschaft ist ein Generator, der die Bewohner unabhängig von der Außenwelt mit Strom versorgt. Eine Investition, die sich nun verstärkt bezahlt macht. In dem afrikanischen Staat, in dem nicht nur politische Unruhen das Klima vergiften, wurde großteils die Wasser- und Stromversorgung eingestellt. Zu allem Elend ist auch die Cholera ausgebrochen.
„Wenn wir die Infrastruktur nicht schon vor Jahren aufgebaut hätten, gäbe es das Dorf jetzt nicht mehr“, so Paul Fennes.

Insel der Seligen. Im Dorf leben 130 Kinder und 50 Erwachsene, 80 Arbeiter und Lehrer sind dort beschäftigt. „Es ist wie eine kleine Insel der Seligen“, sagt das Ehepaar. Während es außerhalb kaum Essen und medizinische Versorgung gibt, hat Familie Fennes für ihre Schützlinge deren Betreuer auch eine Ambulanz eingerichtet.
Täglich kommen auch Leute von außerhalb, die oft hundert Kilometer lange Fußmärsche in Kauf nehmen, um versorgt zu werden“ Die ärztliche Behandlung in öffentlichen Einrichtungen ist so teuer, dass das niemand bezahlen kann. Wir helfen, wo es geht. Wir schicken keinen mit leeren Händen weg“, sagt Christa Fennes. Doch auch ihre Mittel sind begrenzt. „Ständig kommen Elter, die ihre Kinder abgeben wollen, weil sie sie nicht ernähren können.“

Brot um fünf Millionen. Die Armut sei verheerend, in der ehemaligen Kornkammer Afrikas. „Die Bevölkerung kocht Baumwurzeln, weil es sonst nichts gibt. Dabei könnte Simbabwe theoretisch halb Afrika ernähren.“
Zu kaufen gibt es in den Geschäften kauf etwas. Das Land hat weltweit die höchste Inflationsrate. Bei der letzten offiziellen Bewertung im Juli lag die Jahresinflation bei 231 Prozent lag. „Ein Fahrticket für den Autobus ist so teuer, dass die Leute nicht einmal mehr den Weg in die Arbeit leisten können“, sagt Paul Fennes. Ein Laib Brot kostete vor Kurzem fünf Millionen Simbabe-Dollar, unerschwinglich für die Meisten.
In Harare seien die Menschen damit beschäftigt, sich tagelang um eine Handvoll Lebensmittel anzustellen. „Die Leute Rennen ums Überleben.“
Für ihr Dorf plant das Ehepaar Fennes einen Brunnen. „Dann ist auch die Wasserversorgung garantiert.“ Wann sie wieder nach Simbabwe kommen, ist ungewiss. Der Kontakt zu Freunden, die vor Ort über die aktuelle Situation berichten könnten, ist derzeit selten möglich.

Kurier, 22. Dezember 2008

 

"Kinder sind das Herz der Welt"

Ehepaar aus Deutschkreutz engagiert sich seit 20 Jahren für Simbabwe

Zwei Jahrzehnte ist nun das Projekt "Afrikahilfe für Zimbabwe" alt. Den jährlichen Urlaub, sowie 700.000 Euro an Spendengeltern und viel persönliche Initiative haben Paul und Christa Fennes seit 1985 in die Entwicklungshilfe in Zimbabwe investiert.

1985 kamen der Deutschkreutzer und seine Frau zum ersten Mal nach Zimbabwe. Das Ehepaar besuchte dort einen Freund, der in einem Spital in Wedza - südöstlich der Hauptstadt Harare - Entwicklungshilfe leistete. "Wir haben dort die Not gesehen, die überall geherrscht hat. Es hat an den einfachsten Dingen gefehlt", schildert Paul Fennes.

MANGEL Im Krankenhaus mangelte es an medizinischen Geräten, die Einrichtung war desolat, Patienten mussten teilweise aus Bettenmangel am Fußboden schlafen. Es war aber auch von der Arbeit und dem Einsatz seines Freundes, dem Arzt Gustav Heinrincs beeindruckt.

Zuhause angekommen, organisierte Familie Fennes gleich ein Benefizkonzert. "Volksmusik für Afrika" im mittelburgenländischen Raiding. "Wir haben bei dem Konzert gleich 30.000 Schilling (umgerechnet 2.200 €, Anm.) gesammelt. Dieses Ergebnis hat meine Frau und mich so motiviert, dass wir weitergemacht haben", schildert Fennes. Mit den ersten Spendengeldern konnten ein Sterilisator und Einwegspritzen gekauft werden. Durch weitere Benefizveranstaltungen wurden in Wedza ein Schuldach für zwei Klassenzimmer, sowie Material für Schule und Kindergarten angekauft.

LEPRADORF Das zweite Projekt in Zimbabwe, das Familie Fennes unterstützte, war der Aufbau eines Lepradorfes in Mutemwa. "Als wir gesehen haben, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Kranken dort ihren Lebensabend verbringen mussten, wollten wir sofort helfen", so Fennes. Von 1988 bis 1998 entstand ein neues Dorf mit 20 Häusern für die Leprakranken. Medizinische Versorgung der Kranken und Aufklärung unter der Bevölkerung haben die Lepraneuerkrankungen mittlerweile dezimiert.

WAISEN 1998 haben Paul und Christa Fennes begonnen, ein Dorf für Aids-Waisen aufzubauen. Unter dem Motto "Kinder sind das herz der Welt - wir wollen helfen, damit es nicht aufhört zu schlagen" - haben nun 165 elternlose Kinder ein neues Zuhause gefunden. Die Struktur des Dorfes ist einem österreichischen SOS-Kinderdorf ähnlich. Frauen aus der unmittelbaren Umgebung ermöglichen den Kindern tägliches Essen, gute Pflege, medizinische Betreuung und eine liebevolle, familiäre Umgebung.

Damit die Kinder nach dem Schulbesuch eine Lehre absolvieren können, hat das Ehepaar Fennes die Errichtung einer Bäckerei und einer Tischlerei initiiert. "Die Leute sind begeistert, dass sie selber Brot backen und selber Tische und Sesseln herstellen können", schildert Paul Fennes.

Nächstes Vorhaben ist es, eine Schlosserei zu gründen. Dafür werden noch funktionstüchtige Maschinen gesammelt, die nach Zimbabwe geschickt werden sollen.

Informationen: 0664 / 152 30 49
Senden: Raika Ritzing-Raiding, Konto: 190 3939

Kurier, 7. August 2005

 

 

Östrreichische Botschaft hilft helfen

Auch die österreichische Botschaft hilft dem Ehepaar Fennes aus Deutschkreutz, welches für zahlreiche Projekte in Zimbabwe Geld sammelt. So wurde in diesem Jahr bereits eine komplette Bäckerei eingerichtet. Angefangen von der Einrichtung, über die Brotbackformen bis hin zum Backofen. Die Kosten für diese Anschaffungen übernahm die Botschaft unter der Leitung von Botschafter Mag. Michael Brunner. Dieser ließ es sich nicht nehmen die betriebsfähige Bäckerei zu eröffnen.

Bild: Paul Fennes, Fr. Stanek, Botschafter Brunner, Hr. Schuh und Stella Cormek

Bezirksblatt, Mai 2005

 

Dank Lions Mittelburgenland: Ein Haus für AIDS-Kinderdorf

Ereignisreiche Wochen in Zimbabwe hat das Deutschkreutzer Ehepaar Fennes hinter sich. Wiederum war es in diesem reizvollen und doch auch ungewöhnlichen Land, um Projekte zu koordinieren, die nicht nur ihm, sondern auch vielen Mittelburgenländern ans Herz gewachsen sind.

Es gibt für Christa und Paul Fennes bei ihren Besuchen des Aids-Kinderdorfes "Mother of peace“ nicht nur beklemmende sondern manchmal auch erfreuliche Augenblicke. So, wie diesmal, als es galt, der Eröffnung eines von den mittelburgenländischen Lions finanzierten Hauses St. Martin beizuwohnen. Dieses, Haus hat drei Schlafräume für insgesamt 15 Kinder, eine Küche und einen Wohnraum.

Es wurden aber auch gleich Vorbesprechungen für die Installation einer Bäckerei geführt. Der Mannersdorfer Bäckermeister AIfred Schuh hat dafür einige Geräte aufgetrieben. Im nächsten Jahr will man mit 17 bis 18-jährigen Schülern Weiß- und Schwarzbrot und eventuell auch Semmel erzeugen.

Derzeit befinden sich 165 Kinder im Alter von einem Tag (wenn die Mutter bei der Geburt gestorben ist) bis 17 Jahre in diesem Aids-Kinderdorf. „Unser Ziel ist es, für jedes Kind im Dorf ein eigenes Bett zu haben“, gesteht Paul Fennes.

Daher müssen noch einige Häuser errichtet und dafür Geld gesammelt werden. „Bei 400 Prozent Inflation kann man nicht mit Fixpreisen rechnen“, weiß der Deutschkreutzer aus Erfahrung. „Wir fangen daher mit dem Bau eines Hauses erst an, wenn wir das gesamte Material dafür haben.“

Mit Spenden, die die Familie Fennes das ganze Jahr über in Österreich sammelt, wird auch die medizinische Versorgung des Kinderdorfes beglichen. „Wir haben eine kleine Klinik, in der wir einen Dipl. Krankenpfleger angestellt haben“, berichtet der Weltgereiste. „Dieser versorgt nicht nur das Dorf, sondern auch Leute aus der Umgebung, die sich eine normale ärztliche Versorgung niemals leisten können.“

Konzert der Gebrüder Kutrowatz in Harare

Eduard Kutrowatz erzählte einmal im Scherz, dass er schon in der ganzen Welt gespielt habe, noch nie aber in Afrika. „Ich sorge dafür“, sagte Paul Fennes vor einiger Zeit. Und organisierte in Harare kürzlich ein Benefizkonzert mit den Gebrüder Kutrowatz, zu dem 500 Leute kamen. „Jetzt wissen wir, wofür wir gespielt haben und werden daher öfter für diese gute Sache in Österreich Benefizkonzertze geben“, betonten sie bei der Abreise.

Burgenland Mitte - Mai 2004